Ich bin gelernter Koch und habe viele Jahre als Küchenchef gearbeitet, Teams geführt und beim Aufbau von Betrieben mitgewirkt. Erfahrung gibt Sicherheit im Handwerk und hilft, schneller zu sehen, worauf es ankommt. Sie soll aber nie dazu führen, dass ich schon vorher entscheide, wie ein Mensch, ein Moment oder ein Ablauf auszusehen hat.
Hinter der Kamera heißt das: Menschen dürfen sie selbst sein, und ein Bild darf nach dem wirklichen Moment aussehen. In der Küche heißt es: erst verstehen, wie ein Team und ein Betrieb arbeiten, bevor eine Lösung vorgeschlagen wird.
An Peter Lindbergh hat mich besonders sein Umgang mit Menschen berührt: die Aufmerksamkeit für ein Gesicht und die Nähe, die entstehen kann, wenn die Kamera zur Nebensache wird. Das inspiriert mich, meinem Gegenüber mit Zeit, Neugier und Offenheit zu begegnen.